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Erfolgreicher Auftakt der Reihe „Synchron-Specials“ zur Filmsynchronisation

Nach dem Erfolg der wissenschaftlich begleiteten Filmreihe „drunter und drüber“ zu den Themen Untertitelung und Synchronisation folgen 2018 im Deutschen Filmmuseum Frankfurt an jedem 2. Samstag im Monat die „Synchron-Specials“. Die Eröffnungsveranstaltungen am 6. und 13. Januar machten Lust auf mehr.

(Frankfurt) Bereits im vergangenen Jahr veranstaltete der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) Landesverband Hessen e.V. anlässlich des 70. Verbandsjubiläums in Zusammenarbeit mit der Weltlesebühne e.V. und dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt eine Reihe mit dem Titel „drunter und drüber – Übersetzen in Untertitelung und Synchronisation“.

Nils Daniel Peiler spricht über die Nachvertonung von Citizen Kane. (c)2018 Deutsches Filmmuseum FrankfurtDer Erfolg im Herbst veranlasste die Macher rund um Filmwissenschaftler und Kurator Nils Daniel Peiler nun dazu, in Kooperation mit dem BDÜ LV Hessen und dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt eine Reihe von Sonderveranstaltungen zum Thema Synchronisation zu schaffen, die „Synchron-Specials“. Die zunächst bis Juni 2018 an jedem 2. Samstag im Monat laufende Reihe kombiniert Vorträge zu übersetzungs- und filmwissenschaftlichen Schwerpunkten mit der Vorführung von Filmen, die diese Fragen besonders gut aufzeigen. Herr Peiler spricht dabei beispielsweise über die Entnazifizierung amerikanischer Produktionen für das Publikum im Nachkriegsdeutschland oder die Veränderung von Nationalitäten und Dialekten; den „aufwertenden“ Einsatz von deutschen Stars als Synchronsprecher; wie Nachvertonungen die Stimmung eines Films komplett ändern können; und viele weitere Themen, die dem Publikum meist verborgen bleiben.

Der Eröffnungsvortrag „Nun mal schön die Fassung bewahren!“ am 6. Januar gab den Besuchern einen thematischen Überblick, während der erste reguläre Termin am 13. Januar anhand von „Citizen Kane“ die Schwierigkeiten und die veränderte Atmosphäre aufzeigte, die durch die Neuschaffung eines verlorenen „International Tapes“ - also einer fehlende Musik- und Geräusche-Tonspur - entstehen. Beide Veranstaltungen am Beginn der Reihe waren mit jeweils etwa 100 Besuchern gut besucht und machten den Anwesenden Lust darauf, die Reihe weiterzuverfolgen. Dabei war das Publikum gut gemischt: Sowohl Übersetzer und Dolmetscher als auch Medienwissenschaftler und „ganz normale“ Kinogänger hatten nach Herrn Peilers Filmvorträgen ausgiebigen Redebedarf über die neuen Eindrücke vom „eingedeutschten“ Film mit seinen meist unsichtbar bleibenden Synchronregisseuren und Synchrondarstellern.

Die Vorträge sind kostenfrei; die zugehörigen Filmvorführungen können zu den regulären Eintrittspreisen des Filmmuseum-Kinos besucht werden. Mitglieder des BDÜ LV Hessen erhalten unter Vorlage ihres Mitgliedsausweises ermäßigten Eintritt.


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