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Kinoreihe "Synchron-Specials" im Frankfurter Filmmuseum geht erfolgreich zu Ende

Vom 6. Januar bis zum 9. Juni 2018 veranstaltete das Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt die Reihe „Synchron-Specials“ zu besonderen Synchronfassungen, unter anderem echten Klassikern wie „Citizen Kane“, „Shining“ oder auch „Stirb langsam“. Die Reihe wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) Landesverband Hessen e.V. und des Kulturamtes der Stadt Frankfurt. Alle Filme wurden durch ausführliche Einführungsvorträge des Filmwissenschaftlers Nils Daniel Peiler begleitet.

In Anwesenheit zahlreicher Mitglieder eröffnete BDÜ-Vorstandsmitglied Christopher Köbel die Reihe am 6. Januar 2018 mit einem persönlichen Grußwort, das die Besonderheit der Synchronübersetzung als Spezialisierung innerhalb des Berufsstandes herausstellte. Daran schlossen sich weitere Statements aus der Branche als Videogrußbotschaft des Berliner Synchronateliers „Die Mediapaten“ an, moderiert von Synchronschauspieler Manfred Lehmann, der dem deutschen Publikum seit Jahrzehnten mit seinem sonoren Bass als markante „deutsche Stimme“ unter anderem von Bruce Willis, Gérard Depardieu, Kurt Russell und Dolph Lundgren im Ohr ist.

Zur Eröffnung startete der Kurator und Präsentator der Reihe, Filmwissenschaftler und Synchron-Experte Nils Daniel Peiler, seinen kursorischen Streifzug durch die Filmsynchrongeschichte mit dem Überblicksvortrag „Nun mal schön die Fassung bewahren! Erkenntnisse aus einer Beschäftigung mit Filmsynchronisation“. Wie an den sechs folgenden Filmabenden zu den Klassikern „Citizen Kane“, „Willkommen bei den Sch’tis“, „Der Mann ohne Gesicht“, „Stirb langsam“, „Shining“ und „Leoparden küßt man nicht“ gab es auch hier zahlreiche Filmclips in der direkten Gegenüberstellung der jeweiligen Original- und der Synchronfassung zur Einführung zu sehen.

Die Reihe machte damit populäre Filme aus Geschichte und Gegenwart unter einem noch immer selten kritisch diskutieren Aspekt neu erfahrbar und thematisierte zu jedem Termin einen anderen
thematischen Schwerpunkt aus dem mannigfaltigen Feld der Synchronisation: „Neuschöpfung“, „Kunstsprache“, „Politische zensur“, „Nationalitäten“, durch Prominente „‘Geadelte’ Synchronregie“
und „Späte Erstsynchronisation“ lauteten die programmatischen Überschriften. Übersetzungsfragen – wie die Suche nach der korrekten Übertragung von einzelnen Wörtern wie etwa „gay“ („Leoparden küßt man nicht“) bis hin zur Erfindung ganzer Kunstdialekte („Willkommen bei den Scht’is“) – standen dabei immer wieder im zentrum der Diskussion.

Durchschnittlich 58 Zuschauer pro Veranstaltung und insgesamt über 930 Besucher begeisterten sich für die „Synchron-Specials“ im Kino des Deutschen Filmmuseums. Die Veranstalter bewerten die Reihe daher als Erfolg.

Alle Filmvorträge wurden aufgezeichnet und sind weiterhin auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Filmmuseums frei abrufbar: www.youtube.com/user/deutschesfilmmuseum.


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